Ostenuther Kiesteiche

Naturschutzgebiet

Beschreibung & Karte

Überblick

Ein Naturschutzgebiet ist die stärkste großräumige Schutzkategorie. In Deutschland basiert es auf Bundes- und in Österreich auf Landesrecht. Die verbindenden Ziele sind der Erhalt einer ursprünglichen Landschaft, Schutz von seltenen, gefährdeten oder charakteristischen Tieren und Pflanzen und die Bewahrung von Räumen mit besonderem wissenschaftlich-ökologischem Interesse.

Beschreibung

Das Naturschutzgebiet "Ostenuther Kiesteiche" umfasst einen rund 41 ha großen Bereich am Rande der Weseraue, bestehend aus einem Kiesteich mit seinen Ufer- und Randbereichen sowie südlich angrenzendem Grünland. Das Gewässer ist durch Kiesabbau auf ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Flächen entstanden und wird sich in nördlicher Richtung auf aktuell bewirtschafteten Acker- und Grünlandflächen weiter ausdehnen. Die in der Genehmigung festgeschriebene Folgenutzung sieht vor, das Gebiet im Sinne des Naturschutzes herzurichten. Das Gebiet ist in seinen bereits erfolgten Herrichtungsabschnitten auentypisch oder auenähnlich strukturiert. Es umfasst ein Mosaik an Flachwasserzonen, annähernd hochwasserfreien Inseln, sowie standorttypische Vegetationsbestände der Weich- und Hartholzauen, die sich im Zuge der hydrologischen Dynamik naturnah entwickeln konnten und durch die natürliche Sukzession weiterentwickeln werden. Das Ufer des Sees verfügt darüber hinaus über Strukturelemente wie Steilufer, Kies und Sandbänke. Das Gebiet unterliegt kurzfristigen wie auch mittelfristigen Wasserstandsschwankungen, die eng mit dem Wasserstand der Weser und dem Grundwasserstand korrelieren. Seine Strukturvielfalt und unterschiedlichen Entwicklungsstadien geben dem Gebiet eine besondere Bedeutung als Lebensraum für eine Vielzahl schutzwürdiger und störanfälliger Arten- und Lebensgemeinschaften wild wachsender Pflanzen und wild lebender Tiere sowohl im aquatischen wie im terrestrischen Bereich. Die enge Verzahnung von Gewässer- und Landbiotopen bietet Lebensräume für diverse Amphibien- und Reptilienpopulationen u.a. mit charakteristischen Arten des Auenbereichs. Eine gute Wasserqualität sowie vielfältige Strukturen ermöglichen individuen- und artenreiche Vorkommen von wirbellosen Organismen wie z.B. Muscheln und diverse Libellenarten. Durch seine beruhigte Lage weist das Gebiet eine besondere Eignung als Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für die Avifauna, insbesondere auch für störungsempfindliche Arten, auf.

Allgemeine Informationen

Verantwortliche Organisationen

Regeln

Betretungsverhalten

dtp_enteringthearea_forbidden_regular

Betreten des Gebietes ist verboten.

Einen Fehler melden