Betreten des Gebietes ist nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt.
Ein Naturschutzgebiet ist die stärkste großräumige Schutzkategorie. In Deutschland basiert es auf Bundes- und in Österreich auf Landesrecht. Die verbindenden Ziele sind der Erhalt einer ursprünglichen Landschaft, Schutz von seltenen, gefährdeten oder charakteristischen Tieren und Pflanzen und die Bewahrung von Räumen mit besonderem wissenschaftlich-ökologischem Interesse.
Das Naturschutzgebiet „Erdbacher Höhlen“ liegt am Ostrand des Westerwalds und ist von besonders interessanter Geologie. In dem von Riff-Kalk geprägten Gebiet haben sich über Jahrtausende, durch die chemische Reaktion von Kalk mit Wasser zahlreiche Karsttrichter gebildet. Durch diese konnte das Wasser ins Innere des Kalksteins gelangen, wo es ein ausgedehntes unterirdisches Höhlensystem bildete. So verschwindet auch der Erdbach östlich des Ortes in einem Schluckloch und tritt erst einen Kilometer weiter im Osten am Rande des Kalkmassives als Karstquelle wieder zutage. Das Naturschutzgebiet ist Teil des größten hessischen Karsthöhlensystems. Neben teils mageren Grünlandbereichen wird die oberirdische Landschaft maßgeblich von der Erdbachschlucht, einem beidseitig steil abfallenden Tal, geprägt. Im nördlichen Teil der Schlucht mit extrem starker Hangneigung gedeihen an Kraut- und Moosgesellschaften reiche, urwaldähnliche Schlucht- und Hangmischwälder mit Sommer-Linde, Berg-Ulme und Berg-Ahorn, die eine botanische Besonderheit in Mittelhessen darstellen. Weiter südlich weisen die Talhänge mit südlicher Ausrichtung wärmeliebende Pflanzengesellschaften mit seltenen Arten, wie beispielsweise dem Seidelbast und der Gemeinen Akelei auf. Hier befinden sich auch die namensgebenden Höhlen "Große und Kleine Steinkammer", in denen prähistorische Knochen- und Tonscherbenfunde auf eine Besiedlung bereits zur Jungsteinzeit (5000 bis 1800 v.Chr.) hinweisen. Einige kleinere Höhlen, die im Naturschutzgebiet verstreut sind, werden von streng geschützten Fledermäusen als frostfreie Winterquartiere genutzt. Einen Einblick in die „Unterwelt“ bietet die Herbstlabyrinth-Schauhöhle mit Höhlengangsystemen, Tropfsteinhöhlen und einem Karstlehrpfad.
| Ort | Deutschland - Hessen - Lahn-Dill-Kreis |
| Fläche | 48,64ha |
| IUCN Kategorie | IV |
| DtP ID | 5317a27c-99e9-42ce-8ced-12bcff323e72 |
| Name und Abteilung |
Regierungspräsidium Gießen
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| Webseite | https://rp-giessen.hessen.de/ |
| Anschrift |
Adresse anzeigen Adresse ausblenden
Landgraf-Philipp-Platz 1-7
35390 Gießen Deutschland |
Betreten des Gebietes ist nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt.
Betreten abseits der Wege ist verboten.
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Reiten ist verboten.
Wassersport ist verboten.
Wasserfahrzeuge (ohne Motor) sind verboten.
Motorisierte Wasserfahrzeuge sind verboten.
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Lagern und Biwakieren ist verboten.
Camping mit Fahrzeugen und Anhängern ist verboten.
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